Pressemitteilung

Ausbildungs-Perspektive für junge Geflüchtete: auch Jugendberufsagentur steht in der Pflicht

Das Aus- und Fortbildungszentrum für den öffentlichen Dienst wird die Einstiegsqualifizierung für junge Geflüchtete, die einer Ausbildung vorgeschaltet wird, von bisher 80 Plätzen auf 250 Plätze ausweiten.

Das hat der Senat heute beschlossen. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Björn Fecker: „Das von Finanzsenatorin Karoline Linnert 2014 gestartete erfolgreiche Projekt ‚Zukunftschance Ausbildung‘ wird damit deutlich ausgeweitet, so dass noch mehr junge Geflüchtete gute Startchancen in den Arbeitsmarkt erhalten. Diese erhalten zusätzliche Deutschangebote, ausbildungsbegleitende Hilfe und sozialpädagogische Betreuung und bekommen entsprechend ihres jeweiligen Unterstützungsbedarfes Angebote, um sie bestmöglich auf eine Ausbildung vorzubereiten, so dass diese erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann. Aus den bisherigen Erfahrungen wissen wir, wie wichtig die Unterstützung vor und während der Ausbildung ist, um sicher und dauerhaft in der Bremer Arbeitswelt zu landen. Bremen investiert damit jetzt in die Zukunft der jungen Menschen und gibt ihnen sowohl beruflich als auch im Hinblick auf ihren Aufenthalt eine Perspektive.“

Mit dieser Maßnahme allein werden aber nicht alle jungen Flüchtlinge versorgt werden können, die im Sommer die Schule verlassen. Björn Fecker: „Nun gilt es genau zu schauen, welche jungen Menschen direkt den Übergang in eine Ausbildung schaffen und wo durch weitere Maßnahmen noch SchulabgängerInnen aufgefangen werden müssen. Hier sehen wir beispielsweise auch die Jugendberufsagentur in der Pflicht, genau hinzusehen. Wir dürfen diese Gruppe an damals minderjährig Zugewanderten nicht allein lassen. Sie benötigen Angebote, um einen nachhaltigen Einstieg in die Erwerbstätigkeit zu schaffen. Sonst geht uns diese Generation verloren!“

Um passgenaue Angebote zu schaffen und eine enge Betreuung der zukünftigen Auszubildenden zu gewährleisten, werden zusätzlich 6 Vollzeitstellen beim Aus- und Fortbildungszentrum eingestellt.

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